Persönlich

Persönlich

Digital StillCameraHeute mit über 60 Jahren schaue ich auf mein bisheriges Leben und sehe, dass sich keine Bilderbuchbiografie daraus machen lässt.

Ich bin eine „Spätgeborene“, die in der Kindheit und Jugend von Personen, die den 1. und 2. Weltkrieg durchlebt und überlebt haben erzogen wurde. Nie wurde ein Wort über diese traumatischen Erfahrungen gesprochen, aber sie haben im Unbewussten gewirkt und mein Handeln, meine Überzeugungen und mein Wertesystem geprägt. Gefühle durften nicht gezeigt werden und Grundbedürfnisse nach Liebe und Schutz wurden nicht befriedigt. Ich bin ein Hungerkind wie so viele Frauen und Männer meiner Generation.

Die frühe Flucht des Vaters in den Westen, die Flucht der Mutter mit mir als der 10jährigen, die schulischen Leistungseinbrüche, der frühe Tod des Vaters, das Studium in den nach 68igern, die beruflichen Brüche, eine späte Heirat und dann die Scheidung. Und immer dieses „Allein mit allem fertig werden“, das zu einer zweiten Haut wurde. All dies sind meine Prägungen neben vielen anderen.

Seit meinem 30. Lebensjahr habe ich Vieles ausprobiert.  Ich habe als Lehrerin in der Schule, als Weiterbildungsreferentin in der Industrie, als freie Mitarbeiterin in unterschiedlichen Branchen und in den letzten 12 Jahren als rechtliche Berufsbetreuerin gearbeitet. In den letzten Jahren habe Ausbildungen in systemischer Aufstellungsarbeit gemacht und ein dreijähriges Kontemplationstraining absolviert.

Auf der Grundlage verschiedener Methoden des Systemischen Aufstellens (Hellinger, Ruppert, Essen u.a.) und dem kontemplativen Weg  nach Dürkheim, Williges Jäger, Sven-Joachim Haack u.a. möchte ich all meine Lebenserfahrungen und Erkenntnisse weitergeben an Menschen, die eine neue Orientierung in ihrem Leben suchen und dabei Unterstützung benötigen.

 

Meine Arbeitsgrundlage

arbeitsgrundlagefotoIn meiner Arbeit gehe ich davon aus, dass wir Menschen in ein größeres Ganzes eingebettet sind.

Philosophen und spirituelle Meister haben für  das große Ganze unterschiedliche Namen gefunden und meinen letztendlich alle etwas Großes, All-Umfassendes, das wir mit unserem Verstand nicht erfassen  können. Wir können ES erfahren und lernen,  uns mit dieser Weite und Fülle zu verbinden.

In diesem großen Ganzen hat alles seinen Platz. Das Gute und das Böse sind darin aufgehoben. Auch wir Menschen sind immer beides:  Gut und böse.

Um in unserer Gesellschaft zu bestehen,  ist es unsere Aufgabe,  zuerst unser ICH in der materiellen Welt auszubilden,  uns über Mutter, Vater, Familie, Schule, Beruf und Gesellschaft eine Identität zu schaffen.

Wenn die von uns geschaffene Lebenswirklichkeit zu weit von unserem wahren Kern, unserem eigentlichen Selbst  entfernt ist  und wir wie fremdgesteuert durchs Leben gehen, dann stellen sich Krisen oder Krankheiten ein, die uns zum Innehalten einladen. Wir Menschen suchen in Krisen- und Konfliktzeiten Hilfe und eine neue Orientierung. Wir fragen uns, wer bin ich wirklich, wenn ich all das Angelernte, all die Glaubenssätze, all die Wertungen und Urteile, die bisher mein Leben bestimmt haben, fallen lasse? Warum bin ich hier in diesem meinem Leben, in diesem Beruf, in dieser Ehe, in diesem Land, in dieser Gesellschaft und was ist meine wirkliche Aufgabe JETZT?